In Island habe ich unter anderem The Night Listener von Armistead
Maupin (Der nächtliche Lauscher zu deutsch) gelesen. Ein Buch
das ich nur weiter empfehlen kann. Da die Stadtgeschichten von Maupin
zu meinen Lieblingsbüchern gehören, habe ich mich sehr auf
diese Lektüre gefreut und bin auch nicht enttäuscht worden.
Diese Geschichte, ist absurd. So absurd, wie nur das Leben sein kann. Der Autor zeigt auf, wie Liebe sein kann und was uns oft daran hindert, so zu lieben: Unsere Menschlichkeit, die uns angeborenen Zweifel und Vorstellungen von der Wirklichkeit und der Unendlichkeit. Maupin vermischt sowohl für den Hauptcharakter Gabriel Noone als auch für den Leser gekonnt Realität mit Phantasie, so dass man sein Bild der Geschehnisse und seine Erwartungen immer wieder neu anpassen muss.
Alles in allem ist "Der nächtliche Lauscher" ein sehr berührendes und bis zu seinem überraschenden Ende spannendes Buch mit stark autobiographischem Charakter.
Inhalt:
Der Schriftsteller Gabriel Noone lebt mit seinem Freund Jess in San Francisco in einer glücklichen Beziehung. Glücklich, bis Jess auszieht. Für Gabriel unverhofft, doch wenn er es sich recht eingesteht, hat es sich schon vorher angekündigt und er hat nur die Augen davor verschlossen. Mitten hinein in seine Einsamkeit flattert ein Manuskript eines Buches, was demnächst veröffentlicht werden soll. Der Autor ist Pete, ein dreizehnjähriger Junge, der in seiner Kindheit von seinen eigenen Eltern missbraucht wurde und nun bei seiner Adoptivmutter Donna lebt. Gabriel ist schwer beeindruckt von dem Buch und es entwickelt sich ein telefonischer Kontakt zwischen dem einsamen, verwundeten und verlassenen Gabriel und dem Jungen, auch wenn es vielleicht nicht immer so bleiben kann, denn Zweifel keimen in Gabriel auf...

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